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Feuchtigkeitsschäden beim Hauskauf erkennen

Beim Hauskauf gibt es Einiges zu beachten: Egal ob Alt- oder Neubau – die Immobilie sollte auf jeden Fall auf Feuchtigkeitsschäden hin überprüft werden. Durch eindringende Feuchtigkeit kann es nämlich nicht nur zu einem Wertverlust der Immobilie kommen, sondern auch die Gesundheit der Bewohner wird langfristig gefährdet.

Schimmel ist ein wichtiges Indiz

Stockflecken, feuchte Wände und Schimmelpilzbildung: Fortgeschrittene und ausgeprägte Feuchtigkeitsschäden sind selbst für Laien auf den ersten Blick erkennbar. Aber nicht immer ist die Situation so eindeutig. Feuchtigkeit kann auf verschiedenen Wegen in ein Gebäude gelangen. Wenn das Gebäudefundament über keine funktionierende Horizontalsperre verfügt, kann Feuchtigkeit von unten ins Mauerwerk eindringen. Zu Beginn fällt das vielleicht gar nicht auf. Sind die Wände jedoch erst einmal durchnässt, dauert es nicht lange, bis sich Feuchtigkeitsschäden bemerkbar machen. Im Idealfall wird eine defekte Abdichtung bereits entdeckt, bevor erste Schäden aufgetreten sind, die die Bausubstanz schwächen, den Wert der Immobilie mindern und die Gesundheit der Bewohner möglicherweise beeinträchtigen. Die gesundheitlichen Auswirkungen, die Feuchtigkeitsschäden nach sich ziehen können, dürfen nicht unterschätzt werden: Allergien können verstärkt werden, es kann aber auch zu schweren Atemwegserkrankungen kommen.

Beim Hauskauf auf Mängel achten

Insbesondere Häuser, die vor 1970 gebaut wurden, sind für Feuchtigkeitsschäden anfällig. Früher wurde häufig nur eine einfache Bahn Teer- oder Dachpappe zwischen Fundament und Mauerwerk verlegt – wenn überhaupt. Diese Horizontalsperre wird mit der Zeit brüchig oder undicht und muss erneuert werden. Aber auch bei Neubauten muss die Abdichtung genau überprüft werden. Stellen Sie dem Verkäufer bzw. Bauträger gezielte Fragen:

  • Verfügt das Gebäude über eine Horizontalsperre? Welche Materialien wurden eingesetzt?
  • Wurde eine Bautrocknung vorgenommen?
  • Ist während der Bauphase Wasser in das Gebäude eingedrungen?

Auch bei Altbauten sollten Sie den Verkäufer um alle wichtigen Informationen bitten – fragen Sie, wann genau das Haus errichtet wurde, ob in der Vergangenheit bereits Feuchtigkeitsschäden aufgetreten sind und Sanierungsmaßnahmen ergriffen wurden. Erkundigen Sie sich außerdem nach dem Alter der Fenster, den bei der Horizontalsperre verwendeten Materialien, dem Zustand der Wände und messen Sie nach Möglichkeit mit Hilfe eines Hygrometers die Luftfeuchtigkeit in den verschiedenen Räumlichkeiten - vor allem im Keller.

Experten bemerken Feuchtigkeitsschäden sofort

Wer ein Haus kauft, sollte zur Sicherheit zusätzlich einen Sachverständigen zu Rate ziehen. Die Kosten hierfür sind um ein Vielfaches geringer als die Kosten, die im Fall einer Sanierung auftreten, die aufgrund von Baumängeln zu einem späteren Zeitpunkt veranlasst werden muss. Lassen Sie überprüfen, ob die Abdichtung fachgerecht durchgeführt und eine ausreichende Bautrocknung vorgenommen wurde.

Der Keller als häufige Schwachstelle

Besonders gefährdet für den Eintritt von Feuchtigkeit ist der Keller, bzw. bei nicht unterkellerten Gebäuden das Erdgeschoss. Modriger Geruch, eine dauerhaft erhöhte Luftfeuchtigkeit und Stockflecken sind eindeutige Anzeichen für einen Feuchtigkeitsschaden. Feuchte Wände und Schimmelpilzbildung sind häufige Schäden, von denen Immobilien-Besitzer betroffen sind. In den meisten Fällen ist es dann nicht damit getan, den Schimmel zu entfernen und eine Wand neu zu streichen. Rein kosmetische Maßnahmen reichen nicht aus, um das Feuchtigkeitsproblem nachhaltig und langfristig zu lösen. Um dies zu gewährleisten, muss eine professionelle Abdichtung durchgeführt werden.

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