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Feuchtigkeit und Schimmel bei der Wohnungssuche erkennen

Die Wohnungssuche ist oft eine kräftezehrende Angelegenheit: Der Wohnungsmarkt ist hart umkämpft und wer dann doch einmal einen Termin für eine Wohnungsbesichtigung vereinbaren konnte, muss viel beachten: Vor allem nach Anzeichen von Schimmel und Feuchtigkeit sollte man bei der Besichtigung Ausschau halten, damit es später keine bösen Überraschungen gibt. Egal ob Mietwohnung oder eigene Immobilie - damit Sie gut vorbereitet sind, haben wir die wichtigsten Tipps und Tricks für die Wohnungssuche in einer praktischen Checkliste für Sie zusammengestellt.

Die Wohnungsbesichtigung vorbereiten

Bereiten Sie sich gut vor, bevor Sie zur Wohnungsbesichtigung aufbrechen. Sehen Sie die Besichtigung wie ein Vorstellungsgespräch. Ein gepflegtes Auftreten und pünktliches Erscheinen hinterlassen einen positiven ersten Eindruck beim Vermieter. Auch Unterlagen wie einen Einkommensnachweis und die Kontaktdaten ihres Chefs und ihres momentanen Vermieters sind von Vorteil. Packen Sie außerdem eine Kamera und einen Zollstock ein. So können Sie im Voraus  die Räume vermessen und überprüfen, ob ihre Möbel in die Wohnung passen.

Wenn möglich vereinbaren Sie eine Einzelbesichtigung und achten Sie darauf, dass der Termin bei Tageslicht stattfindet. So haben Sie die beste Chance, Mängel wie feuchte Wände oder Schimmel zu erkennen.

Die Wohnungsbesichtigung – Was muss ich beachten?

Die Bausubstanz

Bereits beim Betreten des Gebäudes können Sie sich einen ersten Eindruck verschaffen: Wie ist der Zustand des Gebäudes? Gibt es Risse und der Fassade, bröckelt der Putz? Wie sehen die Balkone aus? Abblätternder und rissiger Putz ist meist ein Anzeichen dafür, dass Feuchtigkeit in die Fassade eingedrungen ist und die Bausubstanz angreift.

Funktionierende Fenster und Türen sind wichtig, um das Raumklima in der Wohnung unter Kontrolle zu halten. Bei undichten Fenstern entweicht die Wärme nach draußen und die Heizkosten steigen. Anders herum kann von außen Feuchtigkeit eindringen und Schimmelpilzbildung oder feuchte Wände verursachen. Achten Sie daher bei der Wohnungssuche darauf, dass alle Fenster und Türen dicht sind und einwandfrei funktionieren. Auch die Dämmung der Außenwände spielt eine elementare Rolle. Informieren Sie sich beim Vermieter darüber und fragen Sie nach dem Energieausweis des Hauses.

Schimmel oder nicht?

Wenn Sie sich sowieso gerade mit den Fenstern und Türen beschäftigen – schauen Sie sich die Rahmen, die Silikonabdichtungen und die angrenzenden Wände an. Gerade an diesen Stellen bilden sich schnell gesundheitsschädliche Schimmelpilze. Überprüfen Sie auch den Rest der Wohnung auf Schimmel und Wasserflecken und fragen Sie den Vermieter, ob es in der Wohnung schon einmal Schimmel gab. Oft wird dieser nämlich nur oberflächlich entfernt und überstrichen. Die gefährlichen Schimmelsporen bleiben weiterhin im Mauerwerk und können Ihre Gesundheit gefährden. Blasen, Risse oder Ablösungen am Wandbelag sind Indizien, dass hier Schimmel übermalt wurde. Dieser kann sich aber auch hinter Schränken und Küchenzeilen verstecken. Auch wenn Sie ihn nicht sehen, ein muffiger, modriger Geruch oder eine auffallend hohe Luftfeuchtigkeit sind klare Warnzeichen.

Lüften und Heizen

Damit Schimmel erst gar nicht entsteht, muss es ausreichende Möglichkeiten zum Lüften geben. Vor allem im Bad und in der Küche sind Fenster wichtig, um regelmäßig frische Luft herein zu lassen. Ist das nicht der Fall, achten Sie darauf, ob funktionierende Belüftungssysteme vorhanden sind. Vor allem das Bad müssen Sie beim Thema Schimmel genau ansehen. Hier rächt sich falsches oder fehlendes Lüften am schnellsten und die feuchte, warme Luft begünstigt die Schimmelbildung. Wenn es erst Mängel gibt, sind diese im Bad nicht einfach zu beseitigen und es sind teure Renovierungen nötig.

Beschäftigen Sie sich zu guter Letzt mit der Heizung. Wie wird geheizt? Funktionieren alle Heizkörper einwandfrei und sind diese auch dicht? Eine funktionierende Heizung ist notwendig, um die Raumtemperatur konstant halten zu können. Wie wichtig das für das Raumklima ist, erfahren Sie in unseren 10 Tipps für richtiges Heizen und Lüften.

Nach der Besichtigung

Lassen Sie sich nach der Wohnung - falls vorhanden - Keller, Abstellraum und Balkon zeigen. Auch hier können Sie auf Schimmel und Feuchtigkeit stoßen, die vor allem die Nutzung des Kellers erheblich beinträchtigen. Sprechen Sie in diesem Zuge auch gleich die Nutzungsregeln für Keller und Co. mit dem Vermieter ab. Erwähnen Sie Mängel, die Sie während der Besichtigung in der Wohnung entdeckt haben, direkt beim Vermieter. Eventuell kann so eine Übereinkunft gefunden werden, die für beide Parteien in Frage kommt.

Ihre Checkliste für die Wohnungssuche:

Allgemein:

  • Haben Sie eine Einzelbesichtigung bei Tageslicht vereinbart?
  • Haben Sie Zollstock und Kamera eingepackt?

Achten Sie auf die bauliche Verfassung des Gebäudes:

  • Gibt es Anzeichen für Feuchtigkeit wie rissigen oder porösen Putz?
  • Haben die Wände Risse?
  • Gibt es Schimmelflecken an den Wänden? (In der Wohnung oder im Hausflur?)
  • Riecht es muffig?
  • Sind die Schwachstellen wie Fenster- und Türrahmen dicht und funktionstüchtig?
  • Ist eine ausreichende Lüftung der Wohnung gewährleistet?
  • Funktionieren alle wichtigen Installationen wie Heizung und Lüftungssysteme?

Informieren Sie sich beim Vermieter:

  • Wie ist das Haus gedämmt?
  • Wie wird geheizt?
  • Wie wird die Kellernutzung gehandhabt?
  • Haben Sie sich Balkon, Keller und Abstellräume zeigen lassen?
  • Haben Sie eventuelle Mängel nach der Besichtigung beim Vermieter angesprochen?
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