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29. März 2019

Bauschadensbericht 2018: Immer mehr Schadensfälle im Bauwesen

Immer mehr Neubauten in Deutschland weisen Bauschäden auf – das geht aus dem aktuellen Bauschadensbericht des Bauherren-Schutzbundes hervor. Welche Bauschäden am häufigsten auftreten und worin Experten die Ursachen für die Häufung von Mängeln sehen, lesen Sie hier.

Der Bau eines Hauses ist für viele Menschen ein Lebenstraum. Ein Eigenheim, gestaltet nach den eigenen Vorstellungen, keine Mietkosten, viel Platz – das sind die Faktoren, die dazu bewegen, ein Haus zu bauen. Klar ist aber auch, dass der Bau eines Hauses in aller Regel nicht selbst gestemmt werden kann. Somit muss entweder der komplette Bau an einen Generalunternehmer abgetreten werden, der die Subunternehmen an der Hand hat, oder Sie erledigen einiges in Eigenleistung und beauftragen für verschiedene Tätigkeiten selbst Betriebe mit der Ausführung.

Hier fangen die Sorgen für manchen Hausbauer bereits an, denn der Bau eines Gebäudes geht fast nie ohne Komplikationen über die Bühne, wie der Bauschadensbericht 2018 des Bauherren-Schutzbundes (BSB) beweist.

Bericht des Bauherren-Schutzbundes zeigt Mängel bei Neubauten auf

Die auch als Bauschadensbericht bezeichnete Mängelliste für Neubauten geht ursprünglich auf das Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau zurück. 2015 riefen dann der BSB, die AIA AG und das Institut für Bauforschung ein Gemeinschaftsprojekt ins Leben – die Analyse der Entwicklung der Bauschäden und der Bauschadenkosten in Deutschland.

Vor dem Hintergrund, dass das Baugeschehen trotz aller Bemühungen, auf diesem Sektor gegenzusteuern, schon seit geraumer Zeit durch Faktoren wie mangelhafte Bauplanung, mangelhafte Bauleitung und mangelhafte Bauausführung gekennzeichnet ist, zeigt der Bauschadenbericht 2018 die häufigsten Mängel bei Neubauten auf.

Ergebnisse des Bauschadensberichts – das sind die häufigsten Schadensbilder

Wassereinbruch in Wohnung
Ein undichtes Dach zeigt sich schlimmstenfalls durch Wassereinbruch - © istock.com/AndreyPopov

Die Ergebnisse des Bauschadensberichtes sind frappierend: Demnach sind Bauschäden im Bereich der Neubauten in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Im Durchschnitt belaufen sich die Bauschadenskosten auf 84.000 Euro. Vor rund zehn Jahren waren es mit durchschnittlich 49.000 Euro noch deutlich weniger. Der Anstieg beläuft sich somit auf circa 90 Prozent. Treten Schäden am Bau auf, betreffen diese in mehr als 16 Prozent der Fälle gleich mehrere Bauteile. Ebenfalls in besonderem Maße betroffen sind das Dach mit mehr als neun Prozent, Decken beziehungsweise Fußböden mit über acht Prozent sowie Wände mit mehr als sieben Prozent.

Schäden können an allen Bauteilen und in allen Bereichen des Hauses entstehen, wenn nicht fachgerecht gearbeitet wird:

  • Oft haben es Hausbesitzer mit Feuchtigkeit und Nässe zu tun. Feuchtigkeit kann zum Beispiel im Bereich der Fenster in Gebäude einziehen, wenn hier der Putz – also an Fenstern und der Außenwand des Hauses – nicht sauber und bündig aufgetragen wurde. Feuchtigkeit bildet sich auch, wenn eine Dampfsperre, die Bauteile eigentlich vor Luftfeuchte schützen soll, undicht ist und Lecks aufweist. Die Folge kann unter Umständen die Bildung von Schimmel sein.
  • Der Keller ist beim Bau ebenfalls anfällig für Schäden. Wird hier unsauber gearbeitet und sind dadurch undichte Stellen entstanden, kann Feuchtigkeit ins Mauerwerk einziehen und aufsteigen. Salzausblühungen, Schimmelbefall, poröse Stellen und abbröckelnder Putz sind Anzeichen dafür, dass ein Bauschaden vorliegt.
  • Auf der anderen Seite des Hauses, im Spitzboden, kann es dann zu Schäden durch Tauwasser kommen, wenn eine Entlüftung fehlt. Eine nicht sachgemäße Abdichtung der Einschubtreppe zum Dachboden führt zu einer mangelhaften Isolierung und in der Folge zu erhöhten Heizkosten durch ein Wärmeleck oder zu Schimmelpilzen, die sich langsam einnisten.
  • Den am häufigsten auftretenden Bauschaden stellen aber Risse im Mauerwerk oder Risse im Putz dar. Diese entstehen, wenn Baustoffe nicht so verarbeitet werden, wie sie das eigentlich sollten.

Bauschäden – darum häufen sich die Mängel in Deutschland

Was sind die Ursachen dafür, dass Schäden beim Neubau von Häusern immer häufiger auftreten? Entscheidend sind hier drei Faktoren: Auf der einen Seite wollen immer mehr Menschen bauen. Der Markt ist aus diesem Grund ausgelastet – und damit die Betriebe, die in der Baubranche arbeiten. Das führt unweigerlich zu Termindruck aufgrund der Auftragslage. Auf der anderen Seite sorgt der Fachkräftemangel zunehmend dafür, dass qualifiziertes Personal fehlt. Zudem steigt die Fehleranfälligkeit durch immer kompliziertere Bauteile und gesetzliche Anforderungen.

So beugen Sie potenziellen Bauschäden vor

Um Mängeln beim Bau Ihres Hauses bereits frühzeitig zu begegnen, empfiehlt es sich, eng mit einem Sachverständigen für Bauschäden zusammenzuarbeiten. Denn um teure Bauschäden auszuschließen, ist eine baubegleitende Qualitätskontrolle das richtige Mittel. Beauftragen Sie also einen Sachverständigen, der die Arbeiten dauerhaft kontrolliert und auf die im Vertrag geregelte Ausführung hin überprüft. So können Schäden bereits in der Entstehungsphase behoben oder gleich von Anfang an verhindert werden.

Dazu kommt: Wenn Sie die Handwerksunternehmen, die an Ihrem Haus tätig werden sollen, selbst beauftragen, setzen Sie unbedingt auf Fachbetriebe mit qualifiziertem Personal. Arbeiten Sie außerdem im Idealfall mit Firmen aus der Region zusammen. So sind die Wege kurz und im Fall eines Schadens haben Sie einen Ansprechpartner, der sich zumindest in der Nähe befindet und für Sie somit greifbar ist.

Innotech GmbH ist der Spezialist für Bauwerkssanierungen bei Feuchtigkeitsschäden in der Region Hannover. Mit mehr als 6.000 erfolgreichen Sanierungsmaßnahmen sind wir Stolz darauf, zu den führenden Bautenschutz-Unternehmen Norddeutschlands zu gehören. Wir übernehmen bei Wasserschäden die Wasserschadensanierung von feuchten Wänden und die Mauertrockenlegung. Sprechen Sie uns an!
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