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Zu trockene Luft in der Wohnung – Luftfeuchtigkeit erhöhen

Luftbefeuchter sorgen für mehr Luftfeuchtigkeit
Luftbefeuchter sorgen für mehr Luftfeuchtigkeit

Nicht nur zu hohe Luftfeuchtigkeit ist ein Problem, auch trockene Luft in der Wohnung kann zu unangenehmen Nebenwirkungen führen. Stellen Sie zum Beispiel fest, dass Ihre Nasenschleimhäute sich trocken anfühlen, dass Sie öfter Nasenbluten bekommen und anfälliger für Infekte sind, kann das mit einer zu niedrigen Luftfeuchtigkeit in der Wohnung zusammenhängen. Gleiches gilt für gereizte, gerötete Haut, die sich leicht entzündet. Es gibt viele verschiedene Arten, dieses Problem zu beheben. Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps und nennen die Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden.

Modern und nicht ohne Risiko: Zimmerspringbrunnen und Luftbefeuchter

Luftbefeuchter sorgen für mehr Luftfeuchtigkeit

Bildcredit: depositphotos.com/ yocamon

Vorteile: Zimmerspringbrunnen sehen schick aus – sie befeuchten nicht nur die trockene Raumluft, sondern sind gleichzeitig ein schönes Deko-Element. Luftbefeuchter hingegen nehmen wenig Platz weg und erfüllen zuverlässig ihren Zweck.

Nachteile: Beide Geräte bilden sogenannte Aerosole. Das sind winzig kleine Schwebteilchen aus Wasser, die mit der Atemluft bis tief in die Lungen transportiert werden können. Haben Sie Pech, entzünden sich dadurch ihre Lungenbläschen. Sie leiden an Atemnot und Husten, an Schüttelfrost und Fieber, wenn es dazu kommt. Außerdem kann es im Brunnen und im Luftbefeuchter zur Keimbildung kommen. Die Erreger werden mit dem Wasser an die Raumluft abgegeben und über den Atem aufgenommen.

Althergebracht und weniger gefährlich: Wasserbehälter an der Heizung

Vorteile: Das Wasser aus einem Wasserbehälter, den Sie an der Heizung anbringen, verdunstet langsam. Dabei bilden sich keine gefährlichen Schwebeteilchen. Gleichzeitig wird die trockene Heizungsluft befeuchtet. Sie müssen das Gerät lediglich reinigen und nachfüllen, wenn es leer ist.

Nachteile: Auch im Wasserbehälter an der Heizung können sich Keime bilden, die beim Verdunsten in die Zimmerluft gelangen. Dem beugen Sie vor, indem Sie die Behälter in regelmäßigen Abständen heiß auswaschen.

Auf dem natürlichen Weg: Zimmerpflanzen

Vorteile: Zimmerpflanzen verbessern nachweislich das Raumklima, indem sie viel Wasser verdunsten und gleichzeitig Kohlendioxid in Sauerstoff umwandeln. Darüber hinaus sind einige Arten wie Efeu, Grünlilie und Echte Aloe in der Lage, Schadstoffe aus der Luft zu filtern.

Nachteile: Pflanzen erfordern Pflege. Sie müssen sich um sie kümmern und sie gießen, damit sie nicht eingehen. Vor allem bei ungeübten Pflanzenbesitzern besteht die Möglichkeit, dass der Blumentopf sich zu einem idealen Nährboden für Schimmel entwickelt. Behalten Sie Ihre Pflanzen daher sorgfältig im Auge und holen Sie sich bei Bedarf Rat im Gartencenter, im Freundeskreis oder im Internet.

Für Fischfans: Das Aquarium

Vorteile: Ein Aquarium ist eine besonders schöne Möglichkeit, um die Raumluft zu verbessern. Sein Wasser verdunstet langsam, und es ist ein schöner Anblick, der nach einem stressigen Arbeitstag die Nerven beruhigt.

Nachteile: Ein Aquarium erfordert viel Pflege. Sie müssen die Fische füttern, die Wände von Algen befreien, tote Fische und Pflanzen entfernen, den Filter reinigen und ab und zu das komplette Aquarium ausleeren, um den Kies zu waschen und eine Grundreinigung vorzunehmen. Das ist viel Arbeit, die nur denen Spaß macht, die das Aquarium auch als Hobby sehen und nicht ausschließlich als Raumluftbefeuchter benutzen wollen.

Hausmittel von Oma: Handtücher über der Heizung

Vorteile: Der Klassiker der Tipps gegen trockene Heizungsluft ist kostenfrei und einfach durchzuführen. Sie machen ein Handtuch nass, wringen es aus und legen es auf die Heizung. Das Wasser verdunstet und führt zu weniger trockener Raumluft. Bei Bedarf kann der Vorgang beliebig wiederholt werden.

Nachteile: Gesundheitlich gesehen gibt es keine Bedenken gegen die Handtuchmethode. Ob sie eine ästhetische Beeinträchtigung darstellt, hängt vom persönlichen Geschmack ab.

Hygienisch und kostenintensiv: Verdampfer

Vorteile: Der Verdampfer erhitzt das Wasser, mit dem die Luft befeuchtet werden soll, bis es verdampft. So können sich keine gefährlichen flüssigen Schwebeteilchen bilden, und auch Keime haben keine Chance: Diese Temperaturen überstehen sie nicht.

Nachteile: Um schnell die für das Verdampfen notwendigen Temperaturen zu erreichen, brauchen die Geräte eine Menge Strom.

Gut Lüften

Vorteile: Beim kräftigen Stoßlüften mit weit geöffnetem Fenster alle paar Stunden findet ein Luftaustausch statt. Es kostet nichts, ist schnell gemacht und effektiv.

Nachteile: Sind Sie tagsüber nicht zu Hause und wollen nachts nicht alle paar Stunden aufstehen, ist das ideale Lüften praktisch kaum durchführbar.

Mehr Informationen zum Thema Lüften und Heizen finden Sie hier.

Gefahren für die Gesundheit auch bei zu hoher Luftfeuchtigkeit

Kein Ratgeber gegen zu niedrige Luftfeuchtigkeit ist vollständig ohne eine eindringliche Warnung vor dem Gegenteil: Ist die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung dauerhaft zu hoch, kann es zu schweren Schäden an der Bausubstanz und an Ihrer Gesundheit kommen. Die überschüssige Feuchtigkeit setzt sich an kühlen Stellen der Wände ab. Hier bildet sich schnell Schimmel, denn die Sporen brauchen nichts anders als Wasser und die Tapete, um sich zu ernähren und zu wachsen.

Schimmel im Haus kann zu Asthma und anderen Atemwegsbeschwerden führen, zu Hautkrankheiten wie Neurodermitis, zu anhaltenden Beschwerden des Verdauungstrakts, zu Konzentrationsstörungen und zu Allergien. Die Bausubstanz des Hauses wird durch den Schimmel angegriffen. Unternehmen Sie nichts dagegen, kann das Haus schließlich unbewohnbar werden. Kaufen Sie daher auf jeden Fall ein Hygrometer, mit dem Sie die Luftfeuchtigkeit im Blick behalten können. Bei Verdacht auf Feuchtigkeitsschäden rufen Sie sofort den Fachmann, bevor schwere Schäden auftreten.

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