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Verbessern Zimmerpflanzen die Raumluftqualität?

Zimmerpflanzen beeinflussen die Luftqualität
Zimmerpflanzen beeinflussen die Luftqualität

Forschungen der NASA haben vor einigen Jahren bestätigt, was Pflanzenfreunde bereits seit Langem wissen: Zimmerpflanzen erhöhen die Raumluftqualität gleich auf mehrere unterschiedliche Weisen. Nebenher steigern sie außerdem das Wohlbefinden der Menschen, die sich im Raum aufhalten.

Gegen trockene Heizungsluft und drückende Sommerhitze

Zimmerpflanzen beeinflussen die Luftqualität

Bildcredit: depositphotos.com/ monkeybusiness

Drehen wir im Winter die Heizung auf, reizt die trockene Luft schnell die Schleimhäute. Statt ein feuchtes Handtuch auf die Heizung zu legen oder Wasserschälchen darüber auf der Fensterbank zu deponieren, können Sie einige Zimmerpflanzen kaufen. Vor allem solche mit großen oder zahlreichen Blättern wie zum Beispiel der Nestfarn, das Einblatt, die Bromelie, der Kolbenfaden oder auch der Ficus geben über 90 Prozent des Wassers, mit dem sie gegossen werden, wieder an die Zimmerluft ab. Und das Wasser, das sie verdunsten, ist absolut keimfrei!

Im Winter leiden Sie also weniger unter trockenen Schleimhäuten, wenn Sie sich Pflanzen in die Wohnung holen, statt sie draußen im Garten zu bewundern. Im Sommer bringt die höhere Luftfeuchtigkeit andere Vorteile mit sich: Im Zimmer wird es dadurch etwas kühler. An drückenden Tagen ist das eine wahre Wohltat.

Behalten Sie die Luftfeuchtigkeit im Auge

Ein guter Wert für die Luftfeuchtigkeit in einem Wohnraum liegt bei rund 50 Prozent. Bei einer Luftfeuchtigkeit von unter 40 Prozent reagieren Ihre Schleimhäute angegriffen. Beachten Sie hierbei: Liegt die Luftfeuchtigkeit dauerhaft über 60 Prozent, kann dies ein Anzeichen für einen Feuchtigkeitsschaden sein.

Hier finden Sie mehr Infos über die ideale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen.

Einmal tief durchatmen

Im Rahmen der Fotosynthese nehmen Pflanzen Kohlendioxid auf, das wir ausatmen, und wandeln es um in Sauerstoff, den sie an die Umgebungsluft abgeben. Leiden Sie zum Beispiel darunter, dass die Luft im Schlafzimmer nachts schnell verbraucht wirkt, stellen Sie sich zum Beispiel Bogenhanf, die Echte Aloe, eine Orchidee oder eine Bromelie auf die Fensterbank oder ins Regal. Diese Pflanzen nehmen auch in der Nacht Kohlendioxid auf und sorgen dafür, dass Ihnen die Luft morgens trotz der langen Nacht noch frisch erscheint.

Wirksam gegen Schadstoffe: Bessere Raumluftqualität

In der Raumluft können sich Schadstoffe sammeln. Sie stammen zum Beispiel aus den Möbeln, aus Anstrichen mit Lack oder Farbe oder aus Kunststoffen. Haben Sie oft Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen, ohne ihren Ursprung zu kennen? Leiden Sie an Asthma oder an ständig gereizten Nasennebenhöhlen? Dafür können diese unsichtbaren Schadstoffe verantwortlich sein, zu denen Formaldehyd, Trichlorethylen und Benzol gehören. Mit der richtigen Zimmerpflanze können Sie das Raumklima erheblich verbessern: Einige der Gewächse sind wahre Schadstoffkiller. Zu ihnen zählen unter anderem

  • Efeu
  • Einblatt
  • Grünlilie
  • Echte Aloe
  • Drachenbaum
  • Philodendron

Forscher haben in Versuchen bewiesen, dass die Schadstoffbelastung durch den Einsatz von Zimmerpflanzen oft um 50, mit den richtigen Pflanzen gar um bis zu 70 Prozent gesenkt werden kann. Haben Sie den Verdacht, dass Ihre Gesundheit unter den Schadstoffen leiden muss, kaufen Sie einige der Pflanzen. Die Faustregel lautet: Je mehr, desto besser. Und beschränken Sie sich nicht auf eine Art. Mehrere verschiedene Pflanzenarten zusammen erzielen ein besseres Ergebnis

Das grüne Büro: Pflanzen verbessern das Klima

Wo viele Menschen zusammenkommen, gibt es im wörtlichen wie im übertragenen Sinne oft schlechte Luft: Wir alle atmen Kohlendioxid aus und verbrauchen Sauerstoff, was die Raumluft verschlechtert. Außerdem gehen Kollegen in großen Büros sich oft gegenseitig auf die Nerven, weil es schnell zu laut wird, um sich gut zu konzentrieren. Stellen Sie Pflanzen in diesen Büros auf, erleichtern Sie sich auch diesen Teil des Lebens: Einerseits verbessert sich die Raumluft, andererseits das angespannte Klima unter den Kollegen. Klassische Zimmerpflanzen wie der Ficus sind exzellente Sauerstofflieferanten und nebenbei sehr gute Schallschlucker. Sie dämpfen die Geräuschkulisse und erleichtern dadurch das Arbeiten.

Pflege der Zimmerpflanzen leicht gemacht

Scheuen Sie davor zurück, sich Zimmerpflanzen anzuschaffen, weil Sie sich mit der richtigen Pflege nicht auskennen? Darum müssen Sie sich keine Sorgen machen. Gerade die beliebten Gewächse, die die Raumluft verbessern und Schadstoffe ausmerzen, sind überwiegend pflegeleicht. Befürchten Sie, dass Sie das Gießen vergessen könnten, setzen Sie die Pflanzen statt in Blumenerde besser in Pflanzengranulat. So verlängern Sie die Abstände bis zum nächsten Gießen. Und wenn Sie in den Urlaub fahren, benutzen Sie ein Wasserspeichergerät aus dem Gartenbauhandel: Es gibt Wasser in kleinen Dosen über einen längeren Zeitraum hinweg ab.

Leben mit Pflanzen ist erfüllend

Sobald Sie sich überwinden und einige Zimmerpflanzen kaufen, werden Sie feststellen, dass die Pflege sogar Spaß macht. Es ist schön, etwas Lebendiges in der Wohnung oder im Büro zu haben. Ebenso wie Sie sich wohlfühlen, wenn Sie draußen in der freien Natur unterwegs sind, werden Sie sich auch mit Ihren Zimmerpflanzen wohlfühlen. Oft braucht es nicht viel, um sie zufriedenzustellen. Für Sie hingegen ist es befriedigend, wenn die Pflanzen unter Ihrer Pflege wachsen und gedeihen, sodass Sie bald nicht mehr auf sie verzichten möchten.