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Typische Baumängel: Diese Stellen im Haus sind besonders häufig betroffen

Ein Profi erkennt typische Baumängel sofort
Ein Profi erkennt typische Baumängel sofort

Über die Jahre und Jahrzehnte hinweg hat sich in Sachen Hausbau so einiges verändert. Beziehungsweise verbessert, wie man ganz klar sagen muss. Sowohl was die Bauweise als auch die Qualität der eingesetzten Materialien betrifft, wird heute ganz anders gearbeitet als noch vor 40 Jahren. Jede Dekade der „Baugeschichte“ hat ihre Besonderheiten, da sind Baumängel nicht von ausgenommen. Hier erfahren Sie, auf welche typischen Schwachstellen Sie Ihr Haus und Ihren Keller untersuchen lassen sollten bzw. auf welche Mängel Sie im Zuge einer Sanierung vermutlich stoßen werden.

Abdichtung des Kellers insbesondere bei Altbauten ein Problem

Bauarbeiter prüft Baumängel

Haustechnik, Wärmedämmung, Schallschutz und Abdichtung des Kellers spielten bis 1920 überhaupt keine Rolle beim Hausbau. In dieser Zeit wurden bevorzugt große Häuser und herrschaftliche Villen gebaut, die heutzutage alle mit einem feuchten Keller zu kämpfen haben. Lassen Sie den Keller trockenlegen, bedenken Sie dabei jedoch, dass Sanierungs- und Abdichtungsmaßnahmen gegebenenfalls den Bestimmungen des Denkmalschutzes entsprechen müssen.

„Kreativer Einsatz“ von Baumaterialien

Häuser, die zwischen 1920 und 1949 gebaut wurden, sollten unbedingt auf ihre Statik hin überprüft werden. Insbesondere nach dem Krieg fehlte es zum Teil an wichtigen Baumaterialien und Improvisationstalent war gefragt. Selbst bis 1960 war ein „kreativer Einsatz“ von Baumaterialien die Regel. In den Wänden wurden nicht selten Schutt oder Ziegelsplitt verbaut. Außerdem war der Einsatz von Asbestzementplatten in diesen Jahren nicht selten. Wer eine Sanierung anstrebt, muss darauf achten, dass diese Platten fachgerecht entfernt und entsorgt werden. Weitere Informationen zu gesundheitsschädlichen Baustoffen finden Sie hier.

Materialbedingte Wärmebrücken in den 60ern und 70ern

Häuser, die in den 60er- und 70er-Jahren gebaut wurden, haben in vielen Fällen ein Problem mit materialbedingten Wärmebrücken. Verursacht werden diese durch den vermehrten Einsatz von Beton. Unter Wärmebrücken versteht man Gebäudeteile, an denen die Wärme schneller nach außen transportiert wird als an anderen Bauteilen. Die Folge: Kondensation und Schimmelbildung. Eine Innenabdichtung wird erforderlich. Lassen Sie sich von Experten beraten, welche Sanierungsmaßnahme für Ihren individuellen Fall geeignet ist.

Seit 1980 wird Wert auf ökologische Aspekte gelegt

Seit den 80ern spielen ökologische Materialien und energieeffiziente Konstruktionsweisen eine wichtige Rolle beim Hausbau, seit den 90ern sind so genannte Passivhäuser im Trend. Bei vielen dieser Häuser ist die Lüftung jedoch gar nicht oder fehlerhaft geregelt, sodass Feuchtigkeitsschäden entstanden sind. Richtiges Heizen und Lüften spielt eine große Rolle für ein gesundes Raumklima, Fehler können zu schwerwiegenden Feuchtigkeitsschäden führen. Diese schädigen langfristig die Bausubstanz und die Gesundheit der Hausbewohner.

Selbst Neubauten sind nicht vor Baumängeln sicher

Auch Häuser, die nach 2000 gebaut worden sind, sind nicht vor Feuchtigkeitsschäden und anderen Baumängeln bzw. -fehlern gefeit. Beim Neubau gibt es einige Stellen, die als besonders kritisch gelten, dazu gehören unter anderem die Folgenden:

  • Abdichtung des Kellers
  • Außenanlagen
  • Balkone
  • Dach
  • Dampfsperre
  • Fassade
  • Fenster und Türen
  • Fußböden
  • Haustechnik
  • Innenausbau
  • Sockelbereich
  • Weiße Wanne

Wie Sie die Kellerabdichtung bei Neubauten prüfen können, erfahren Sie hier.

Bildcredit: depositphotos.com/ photography33