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Gefahr nicht unterschätzen: Schimmel kann Allergien verursachen

Schimmel kann Allergien verstärken
Schimmel kann Allergien verstärken

Schimmel in Wohnräumen ist kein rein optisches Problem, sondern kann schwerwiegende gesundheitsschädliche Folgen haben. Durch Schimmel werden bestehende Allergien verstärkt und neue Allergien verursacht. Auch Atemwegserkrankungen können durch Schimmel ausgelöst werden. Zusätzlich kommt es vor, dass eine Allergie gegen Sporen oder Schimmelpilze auftritt, eine sogenannte Schimmelpilzallergie. Neben dem gesundheitlichen Aspekt ist zudem die Auswirkung eines Feuchtigkeitsschadens auf die Bausubstanz nicht zu unterschätzen. Handeln Sie deshalb rasch, wenn Sie Schimmel in der Wohnung entdecken.

Schimmel kann Allergien verstärken

Gründe für Schimmelpilzbildung

Das Auftreten von Schimmelpilzen ist kein isoliertes Phänomen, sondern tritt häufig in Verbindung mit einem Feuchtigkeitsschaden auf. Sollten Sie also im Bade- oder Schlafzimmer Schimmel entdecken, müssen Sie der Ursache sofort auf den Grund gehen: Unzureichendes Lüften von Räumen und eine falsche Heiztechnik kann Schimmel verursachen, aber auch ein bauliches Problem kann der Auslöser sein. Während im ersten Fall nach der Entfernung des Schimmels sehr schnell eine Verbesserung herbeigeführt werden kann, sind im zweiten Fall umfassende Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Fünf häufige Gründe für Schimmelpilzbildung sind die folgenden:

  • Fehler beim Heizen und Lüften
  • Dauerhaft zu hohe Luftfeuchtigkeit
  • Undichte oder zu dichte Fenster
  • Folgen eines Wasserschadens
  • Schadhafte Bausubstanz

Ein Fachmann kann im Rahmen einer Schadensanalyse zuverlässig ermitteln, worin die Ursache für Ihren Feuchtigkeitsschaden begründet liegt und welche Sanierungsmaßnahme in Ihrem individuellen Fall zur Behebung geeignet ist.

Schimmel kann gesundheitliche Probleme verursachen

Ihre Nase läuft ständig, Sie haben Kopfschmerzen, fühlen sich müde und angeschlagen? Was im ersten Moment als Erkältung oder grippaler Infekt gedeutet wird, ist oftmals eine Allergie. Und Allergien treten sehr häufig auf: Rund 30% aller Deutschen sind von Allergien betroffen. Heuschnupfen, Kontaktallergien, Nahrungsmittelallergien, Hausstauballergien und Insektengiftallergien zählen dabei zu den häufigsten Allergien in Deutschland. Ein Feuchtigkeitsschaden kann derartige Allergien verstärken.

Neben der Verstärkung von Allergien, bzw. das Auslösen selbiger, sind auch Atemwegserkrankungen häufig die Folge einer Belastung durch Schimmelsporen. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO steigt das Risiko für Atemwegserkrankungen und Asthma bei Menschen, die sich dauerhaft in Räumlichkeiten mit Schimmelbefall aufhalten, um bis zu 75 Prozent.

Schimmelpilzallergie: Diagnose und typische Symptome

Abgesehen von den Allergien, die durch Schimmel verstärkt oder ausgelöst werden, kann es passieren, dass man auf Sporen oder Bruchstücke von Schimmelpilzen allergisch reagiert. Derartige Allergien können gravierend sein, denn letztendlich ist ein Kontakt zu Schimmelpilzen kaum vermeidbar. Wir nehmen sie über die Atemluft oder über die Nahrung auf. Nicht nur in feuchten Räumen sind wir Schimmelsporen ausgesetzt, sondern auch in der Natur. Insbesondere im Sommer und Herbst ist die Konzentration in der Natur so hoch, dass sie für Allergiker relevant ist. Grundsätzlich ist es möglich, dass die Allergien und ihre Symptome jedoch ganzjährig auftreten.

Die Diagnose einer Schimmelpilzallergie ist nicht ganz einfach, da es zahlreiche verschiedene Schimmelpilz-Allergene gibt und entsprechend ausführliche Tests durchgeführt werden müssen. Typische Symptome einer Schimmelpilzallergie sind Schnupfen, Niesanfälle und Husten. In besonders schweren Fällen können Krankheitsbilder wie Nesselfieber und allergisches Asthma auftreten. Werden die Pilzsporen über die Nahrung aufgenommen, sind Magen- und Darmbeschwerden typische Symptome der Schimmelpilzallergie.

Schimmel entfernen, Feuchtigkeitsschaden beheben

Damit die eigenen vier Wände nicht krank machen, muss bei Schimmelbefall rasch gehandelt werden. Beachten Sie dabei, dass Sie großflächige Ausbreitungen von Schimmel nicht ohne Weiteres selbst entfernen sollten. Mit handelsüblichen Schimmelsprays kommt man in diesem Fall nicht weit und insbesondere bei der Entfernung des Schimmels steigt das Risiko, eine große Menge an Schimmelsporen einzuatmen. Arbeiten Sie bei kleinflächigen Schimmelflecken mit einem Atemschutz und überlassen Sie Großflächiges den Experten. Nach der ersten Entfernung des Schimmels müssen Sie sofort Maßnahmen ergreifen, um den Feuchtigkeitsschaden zu beheben. Schützen Sie Ihre Bausubstanz und Ihre Gesundheit!