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Haus-Check im Frühling – So erkennen Sie Feuchtigkeitsschäden

Finden Sie beim Haus-Check Feuchtigkeitsschäden
Finden Sie beim Haus-Check Feuchtigkeitsschäden

Endlich sind die kalten, dunklen Tage vorbei – der Frühling kommt, und mit ihm der ideale Zeitpunkt für einen ausgedehnten Haus-Check. Ähnlich, wie Sie jetzt die Fenster putzen und die Textilien lüften, sollten Sie Ihr Haus mit wachsamen Augen auf Feuchtigkeitsschäden untersuchen. Es musste durch Kälte, Schnee, Frost und Stürme in den letzten Monaten nämlich einiges aushalten. In unserem Ratgeber zeigen wir, worauf es ankommt.

Einmal die Fassade inspizieren, bitte!

Finden Sie beim Haus-Check Feuchtigkeitsschäden

Bildcredit: depositphotos.com/ xload

Nehmen Sie sich Zeit, die Fassade sorgfältig von oben bis unten anzuschauen. Vor allem im unteren Bereich, wo Sie beim Kehren den Schnee aufgetürmt haben, um ihn aus dem Weg zu schaffen, können sich leicht kleine Risse bilden. Durch diese oder durch Stellen mit abgeplatztem Putz dringt Feuchtigkeit ins Mauerwerk ein. Wenn Sie diese kleinen Defekte schnell beheben, gibt es keine größeren Folgeschäden, die die Bausubstanz Ihrer Immobilie angreifen. Sind Sie unsicher, ob bereits ein Schaden entstanden ist, holen Sie die Einschätzung von Fachleuten ein.

Ist das Dach in Ordnung?

Durch Hagel, schweren Schnee und Stürme können sich Dachziegel lösen oder verrutschen. Ein Fachmann klärt für Sie, ob verdächtig aussehende Stellen tatsächlich ausgebessert werden müssen oder nicht. Mit diesem Check tun Sie sich selbst einen Gefallen: Stürzt ein loser Ziegel herab und verletzt jemanden, tragen Sie die Schuld und haften dafür. Außerdem dringt durch die Lücken in verrutschten Dachziegeln Feuchtigkeit ins Haus. Inspizieren Sie also sorgfältig die Stellen unter dem Dach auf feuchte Flecken. Finden Sie welche, ist die Nässe in die Dämmung eingedrungen. Beheben Sie die Ursache ohne Zeitverzögerung und nehmen Sie eine Sanierung der fraglichen Stelle vor, sonst bildet sich in der feuchten Wand Schimmel und breitet sich aus.

Funktionieren die Dachrinnen richtig?

Damit das Regenwasser ordentlich vom Dach ablaufen kann, müssen die Dachrinnen und die Fallrohre intakt und frei sein. Im Herbst und im Winter sammeln sich hier viel Laub und Dreck an. Der Schnee und das Schmelzwasser sorgen dafür, dass daraus ein zäher Matsch wird, der die Rinnen und das Rohr verstopft. Das Wasser kann nicht ordnungsgemäß abfließen, sondern läuft über. Es rinnt an der Fassade entlang auf den Boden und findet durch etwaige Risse ins Mauerwerk. Die feuchten Wände sind ein exzellenter Nährboden für Schimmelpilze. Außen an der Fassade bilden sich auf die Dauer außerdem Algen und Moose, die dem Haus ein ungepflegtes Aussehen verleihen.

Wenn Sie die Dachrinnen und Fallrohre untersuchen, achten Sie auf Lecks. Durch kleine Löcher oder Risse tritt immer ein bisschen Wasser aus, das dann auf eine bestimmte Stelle der Fassade tropft. Die Reparatur ist schnell erledigt. Folgeschäden hingegen können gravierend sein, wenn Sie nicht schnell reagieren.

Schimmelbildung oft in Fensternähe

Schauen Sie sich im Inneren des Hauses vor allem die Fenster und ihre Umgebung genau an. Speziell in etwas älteren Häusern mit nicht ideal isolierten Fenstern dringt hier leicht Kälte ein. Kleinere Schimmelflecken können Sie oft noch selbst bekämpfen, allerdings sollten Sie gezielt gegen die Ursachen vorgehen: Alte oder schadhafte Isolierungen sollten Sie erneuern lassen.

Hinter Heizungen und Möbeln

Haben Sie Zimmer, die Sie im Winter nur unregelmäßig heizen und in denen die Heizkörper in Nischen angebracht sind, bildet sich dahinter leicht Schimmel. Das liegt daran, dass das Mauerwerk hier dünner ist als an anderen Stellen und somit leichter auskühlt. Stellen Sie Ihre Möbel grundsätzlich immer rund zehn Zentimeter von der Wand entfernt auf. So kann die Luft dahinter zirkulieren, und Schimmel tritt weniger leicht auf. Außerdem fällt es Ihnen so leichter, dahinter zu putzen. Hier sammelt sich nämlich grundsätzlich Staub an.

Was tun bei Feuchtigkeitsschäden im Keller?

Stellen Sie fest, dass in Ihrem Keller an den Wänden oder in den Ecken eine weiße Substanz zu sehen ist, kann es sich um Salzausblühungen handeln. Sie bestätigen, dass Feuchtigkeit von außen in die Wände des Kellers gedrungen ist. Oft finden Sie hier abgeplatzten Putz oder abgeblätterte Farbe. Mit einem feuchten Keller ist nicht zu spaßen. Ziehen Sie auf jeden Fall einen Fachmann hinzu, der die Ursache herausfindet und behebt.

Kellerabdichtung von innen und außen

Muss Ihr Keller neu abgedichtet werden, kann Ihnen der Fachmann sagen, ob die Arbeiten von außen oder von innen vorgenommen werden sollen. Bei der Außenabdichtung muss das Erdreich von der Außenmauer entfernt werden, bis die Arbeiten abgeschlossen sind. Diese Arbeit wird am besten jetzt im Frühling vorgenommen: Der Boden ist nicht mehr gefroren und die Arbeiten im Garten haben noch nicht richtig begonnen. Ist die Sanierung abgeschlossen, können Sie noch immer mit dem Anpflanzen beginnen. Wohnen Sie in einem Reihenhaus oder haben Sie einen Wintergarten oder eine Garage direkt ans Haus gebaut, ist die Außenabdichtung nicht ohne weiteres möglich. In solchen Fällen kommt jedoch die Innenabdichtung infrage.

Führen Sie im Frühling einen umfassenden Haus-Check durch und ziehen Sie bei Feuchtigkeitsschäden einen Experten hinzu!Infografik: Haus-Check im Frühling