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Schimmeltest für zuhause: Feuchtigkeitsschäden bemerken

Schimmeltest
Schimmeltest

Mit Feuchtigkeitsschäden in Haus oder Wohnung geht in vielen Fällen Schimmelpilzbildung einher. Selbst wenn an den Wänden noch nicht die typischen Schimmelflecken sichtbar sind, kann die Konzentration von Schimmelsporen in der Raumluft bereits zu hoch sein. Ob dies bei Ihnen zuhause der Fall ist, können Sie ganz einfach selber feststellen: Mit einem Schimmeltest. Hier lesen Sie, wie diese Tests funktionieren, wo sie erhältlich sind und was Sie bei einem Einsatz in den eigenen vier Wänden beachten müssen.

Schimmeltest selber machen

Schimmeltest

Das Prinzip von handelsüblichen Schimmeltests ist immer ähnlich: Es handelt sich im Pakete, in denen eine oder mehrere Petrischalen mit einer speziellen Nährlösung enthalten sind. Diese Schalen werden für einen gewissen Zeitraum in den Räumen, in denen eine Belastung mit Schimmelsporen vermutet wird, aufgestellt und anschließend wieder verschlossen und in ein Labor geschickt. Dieses wertet die Proben aus und informiert Sie im Anschluss schriftlich über das Ergebnis. Je nach Anbieter kann es aber auch erforderlich sein, dass mit einem mitgelieferten Wattestäbchen ein Abstrich vorgenommen werden muss.

Schimmeltest der Raumluft: Vorteile und Nachteile

Diese Schimmel-Selbsttests bzw. –Schnelltests richten sich zwar an Laien, sind aber trotzdem leider recht fehleranfällig. Benutzen Sie auf jeden Fall die beigelegten Handschuhe, denn externe Verunreinigungen in der Nährlösung verfälschen das Ergebnis. Machen Sie sich aber bewusst, dass hohe Konzentrationswerte auch durch temporäre Belastungen zustande kommen können, die nicht auf einen Feuchtigkeitsschaden oder Schimmel zurückzuführen sind: Feuchtes und mit Sporen belastetes Kaminholz kann das Ergebnis genauso verfälschen wie Sporen von einer Baustelle in der Nachbarschaft, die durch den Wind oder Haustiere in Ihr Haus oder Ihre Wohnung hineingetragen wurden.

Eine hundert prozentige Garantie gibt ein Schimmeltest leider nicht: Die verwendete Nährstofflösung ist nicht dafür geeignet, sämtliche bekannten Schimmelarten nachzuweisen, sondern nur die häufigsten. Es kann also sein, dass trotz eines negativen Testergebnisses in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung eine Belastung durch seltenere Sporen vorliegt.

Wo kann man einen Schimmeltest kaufen?

Die oben beschriebenen Schimmeltests sind frei verkäuflich und werden im Baumarkt, in der Apotheke, in Drogerien und auch online z.B. bei Amazon angeboten. Was kostet ein handelsüblicher Schimmeltest? – Die Preise unterscheiden sich nach Hersteller und nach Anzahl der im Paket enthaltenen Petrischalen. Im Schnitt liegen die Preise zwischen 20 und 100 Euro für ein Testpaket – nicht bei allen Anbietern ist die Analyse der Proben bereits im Preis enthalten. In diesem Fall sollten Sie noch bevor Sie den Test durchführen, abklären, welche Kosten auf Sie zukommen und wie genau die Abwicklung erfolgt.

Wenden Sie sich mit Ihrem Schimmelproblem an einen Profi

Lassen Sie sich von dem Ergebnis eines Schimmeltests nicht verunsichern: Sprechen Sie im Anschluss mit einem Experten! Schimmelpilzbildung ist in den wenigsten Fällen ein isoliert auftretendes Phänomen, sondern ist in den meisten Fällen mit einem Feuchtigkeitsschaden verbunden. Die genaue Ursache muss ermittelt werden, um eine Verbesserung der Situation zu ermöglichen – der Schimmeltest ist nur der erste Schritt.

Ist der Schimmel bei Ihnen bereits großflächig sichtbar, müssen Sie gar keinen Schimmeltest machen, sondern sollten sich direkt an einen Fachmann wenden, der mit Ihnen die Möglichkeiten einer Schimmelsanierung bespricht. Beachten Sie, dass es sich bei Schimmel nicht nur um ein rein optisches Problem handelt, sondern dass Feuchtigkeitsschäden die Bausubstanz langfristig schädigen und Schimmelsporen negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Bewohner haben können. Nehmen Sie Schimmelbefall nicht auf die leichte Schulter und informieren Sie sich genau, bevor Sie versuchen, den Schimmel selbst zu entfernen.