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Schimmel im Schlafzimmer ist vermeidbar

Im Schlafzimmer siedelt sich Schimmel besonders leicht an: Die meisten Menschen schlafen bei niedrigen Temperaturen, sodass sie den Raum gar nicht heizen. Kommen dann noch Fehler beim Lüften hinzu, sind angenehme Lebensumstände für Schimmelpilze geschaffen.

Woher kommt der Schimmel?

Werfen Sie morgens einen Blick auf das Fenster im Schlafzimmer: Haben sich Tröpfchen auf der Scheibe gebildet oder steht Wasser auf der Fensterbank? Dann ist die Luftfeuchtigkeit im Raum viel zu hoch. In diesem Klima fühlen Schimmelpilze sich wohl. Sie können nichts dagegen tun, dass sich nachts Feuchtigkeit im Schlafzimmer bildet: Allein durch Schwitzen und Atmen geben wir bis zu anderthalb Liter davon pro Nacht in die Raumluft ab.

Hinzu kommen in manchen Fällen weitere Faktoren, die die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer der Wohnung erhöhen. Dazu gehören zum Beispiel Wäscheständer, Aquarien oder Zimmerpflanzen. Auf diese verzichten Sie also nach Möglichkeit, wenn Sie Schimmel vorbeugen möchten.

Ursachen in der Bausubstanz

Auf Faktoren in der Bausubstanz des Hauses, die Schimmel begünstigen, haben Sie keinen Einfluss. Dazu gehören

  • ungedämmte Wände in Altbauten
  • undichte Rohrleitungen
  • ungenügend getrockneter Estrich oder Wände in Neubauten
  • schlecht isolierte Fenster

Gefahr für Ihre Gesundheit

Die meisten Auswirkungen von Schimmelpilzen auf die Gesundheit eines ansonsten unbelasteten Menschen sind unspezifisch. Zu ihnen zählen zum Beispiel

  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Schnupfen
  • Reizungen der Schleimhaut
  • kratzender Rachen
  • brennende Augen
  • Atemprobleme
  • Reizungen des Magen-Darm-Trakts
  • Neurodermitis

Diese Beschwerden können vereinzelt auftreten, und betreffen besonders Menschen, deren Immunsystem durch Krankheiten oder belastende Therapien stark eingeschränkt ist: Bei ihnen kann das Leben in einem Raum mit Schimmel zu gefährlichem Pilzbefall der Lungen führen.

Vorbeugen durch einfache Maßnahmen

Wenn Sie Schimmelbefall im Schlafzimmer vermeiden möchten, ist richtiges Lüften das A und O. Lassen Sie die feuchte Luft direkt nach dem Aufstehen hinaus. Das gelingt am einfachsten durch Stoßlüften. Öffnen Sie Fenster und Tür des Schlafzimmers ebenso wie die eines gegenüberliegenden Raumes. Damit sorgen Sie für Durchzug, und der Luftaustausch geht in wenigen Minuten vonstatten. Stellen Sie tagsüber im Winter auch im Schlafzimmer die Heizung an: Warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf als kalte und verhindert, dass sich die Feuchtigkeit an den Wänden niederschlägt.

Wiederholen Sie das Stoßlüften so oft wie nötig – noch einmal vor dem Schlafengehen, wenn Sie den ganzen Tag außer Haus verbringen, und öfter, wenn Sie zu Hause sind. Wasser unter dem Fenster entfernen Sie jeden Morgen mit einem Lappen. Ob Sie dadurch ein Klima schaffen, das den Schimmelpilzen nicht gefällt, sehen Sie, wenn Sie die Luftfeuchtigkeit im Raum messen: Bei unter 50 Prozent gedeihen die Pilze nicht.

Schlagen Sie nach dem Aufstehen die Bettdecken zurück, damit die Feuchtigkeit von der Luft aufgenommen und mit ihr nach draußen transportiert wird. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Möbel nicht direkt an die Wand stellen, sondern immer einen Abstand von fünf bis zehn Zentimetern einhalten. Auf diese Weise zirkuliert hier die Luft, und es kommt nicht zu Staunässe.

Schimmel entfernen

Finden Sie oberflächlichen Schimmel im Schlafzimmer, können Sie ihn mit Schimmelvernichtern oder Hausmitteln wie Alkohol, Brennspiritus oder einer Wasserstoffperoxidlösung (3%) entfernen. Verzichten Sie auf Essig, der kann durch organische Nährstoffe die Schimmelbildung unterstützen, statt sie zu stoppen! Sind größere Flächen des Raums betroffen, muss sich der Fachmann darum kümmern. Er entfernt gegebenenfalls Tapeten und Putz, trocknet die Wände gründlich und/oder bearbeitet sie mit Chemikalien. Eine Renovierung mit mineralischem Putz und Silikatfarben dämmt die Neubildung von Schimmel ein.

Schimmel durch Feuchtigkeit in der Wand muss hingegen von einem erfahrenen Fachmann begutachtet und behoben werden, denn nur mit einer nachhaltigen Sanierungslösung ist man dauerhaft vor austeigender oder von außen eindringender Feuchtigkeit im Mauerwerk geschützt.

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