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Hausanbau durch Familienzuwachs nötig? Darauf müssen Sie achten

Geplante vergrößerung der Wohnfläche
Geplante vergrößerung der Wohnfläche

Sie freuen sich auf Nachwuchs? Herzlichen Glückwunsch! Jetzt wollen Sie die Wohnfläche Ihres Hauses vergrößern? Was Sie beim Hausanbau durch Familienzuwachs beachten müssen, erfahren Sie hier!

Ihr Eigenheim hat bislang für Ihre Bedürfnisse ausgereicht, doch jetzt benötigen Sie mehr Platz? Ob Sie ein weiteres Baby bekommen, die Kinder größer werden und mehr Platz brauchen oder Ihre Eltern zu Ihnen kommen: Für einen Hausanbau gibt es viele gute Gründe. Damit die Planung und die Kosten keine unschönen Überraschungen für Sie bereithalten, erklären wir Ihnen hier, worauf Sie achten müssen.

Die Planung

Beim Hausanbau gibt es einiges zu bedenken

Baumaßnahmen wie Durchbrüche müssen im Vorfeld bedacht werden.

Wie Sie Ihren Hausanbau planen, hängt vor allem von den Gegebenheiten des Grundstücks ab. Wo ist genügend Platz, und an welcher Stelle ist der Eingriff, den der Anbau ans Haus darstellt, am leichtesten durchzuführen? Sie müssen entscheiden, ob Sie unter dem Hausanbau einen Keller wünschen oder nicht. Soll der Anbau ein- oder mehrstöckig sein? Wünschen Sie eine massive Bauweise oder eine aus Fertigteilen? Soll der Anbau aus Holz bestehen? Müssen Sie ein eigenes Treppenhaus anbauen? Und welches Dach soll den Anbau abschließen? Haben Sie mit einem Architekten den geplanten Anbau an Ihr Einfamilienhaus besprochen, müssen Sie die Baugenehmigung von der zuständigen Behörde einholen.

Schritt für Schritt zum Anbau an ein bestehendes Haus

Als Erstes lassen Sie die Erdarbeiten auf Ihrem Grundstück durchführen, ob Sie einen Keller wünschen oder nicht: Kein Hausanbau gelingt ohne ein solides Fundament. Danach kommen entweder die Maurer, oder die Fertigteile beziehungsweise Holzbestandteile werden zusammengesetzt. Wichtig ist, dass Sie auf eine gute Wärmeschutzdämmung achten. Lassen Sie sich beraten, was eine eventuelle Ausweitung der Zentralheizung auf den Anbau betrifft. Häufig ist es außerdem nötig, Durchbrüche zwischen dem bisherigen Haus und dem Anbau zu schaffen.

Nachdem die Wände stehen und das Dach sie bedeckt, müssen die Elektro- und Sanitärinstallationen vorgenommen werden. Außentüren und Fenster werden eingelassen, die Fassade verputzt und gestrichen. Nun folgt der Innenausbau mit Estrich, dem Verlegen der Böden, dem Verputzen und Verkleiden der Wände und dem Einbau der inneren Türen.

Was kostet ein Anbau?

Wenn Sie einen Anbau an ein bestehendes Haus vornehmen lassen wollen, sind die Kosten von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig: Es kommt darauf an, wie groß der neue Gebäudeteil werden soll, für welche Bauweise Sie sich entscheiden und ob Sie selbst Ihre Arbeitskraft einbringen oder nicht. Grundsätzlich geht man davon aus, dass selbst im günstigsten Fall mit schlichten Materialien und Selbstbeteiligung beim Hausanbau Kosten von mindestens 500 Euro pro Quadratmeter entstehen. Meist aber können Sie eher mit über 1000 bis etwa 1800 Euro rechnen. Die Hälfte der Gesamtsumme etwa verschlingt allein der Rohbau.

Mögliche Alternativen zum Hausanbau

Gibt es auf Ihrem Grundstück nicht genügend Platz für einen Hausanbau, können Sie gegebenenfalls auch den Platz innerhalb Ihres Eigenheims neu nutzbar machen. Dafür können Sie Räume im Haus renovieren, die bislang noch nicht als Zimmer genutzt wurden. Einmal kommt der Dachausbau infrage. Mit Rigipsplatten, aus denen Sie unter den noch nicht verkleideten Dachschrägen, Wände anbringen, schaffen Sie die Grundvoraussetzung. Auch hier sollten Sie auf eine sehr gute Wärmedämmung achten.

Ist das Dach längst ausgebaut oder eignet es sich nicht gut, können Sie auch den Keller in Wohnfläche verwandeln. Hier ist es besonders wichtig, dass Sie sich von der Trockenheit der Wände überzeugen: Nur, wenn keine Feuchtigkeit von außen eindringt und ihren Weg ins Innere findet, sind Keller zum Wohnen geeignet. Fragen Sie auf jeden Fall Fachleute um Rat, die den Zustand Ihres Kellers begutachten und Ihnen gegebenenfalls zu den geeigneten Maßnahmen raten, mit denen Sie den Keller gegen eindringende Feuchtigkeit schützen und ihn so bewohnbar machen können. Grundsätzlich muss in unterirdischen Räumen eine gute Heizung eingebaut und eine Möglichkeit zur Lüftung gefunden werden, da das umgebende Erdreich immer für ein kühleres Klima sorgt als in oberirdischen Räumen. Gelingt der Ausbau, fühlen sich zum Beispiel heranwachsende Kinder wohl hier in ihrem eigenen Reich.

Beste Bausubstanz für Ihr Baby

Bei einem neuen Hausanbau können Sie sorgfältig darauf achten, dass die entstehenden Räumlichkeiten solide werden und ein gesundes Umfeld bieten. Wenn Sie bislang nicht genutzte Räume ausbauen und renovieren, ist es besonders wichtig, dass Sie die Bausubstanz von Fachleuten überprüfen lassen: Schließen Sie aus, dass sich an einigen Stellen über lange Zeit Feuchtigkeit ins Mauerwerk gefressen hat. Diese kann im Laufe der Jahre nämlich für einen Schimmelbefall der Wand sorgen, der von innen nicht sofort sichtbar ist, aber die Bausubstanz nachhaltig schädigt.

Auch, wenn der Schimmelpilz im Inneren des Hauses noch nicht sichtbar ist oder sich hinter Verkleidungen verbirgt, kann er einen schädlichen Einfluss auf die Gesundheit der Bewohner haben. Selbst gesunde Erwachsene mit einem gut funktionierenden Immunsystem leiden unter Schimmel, und für Babys kann er noch deutlich gefährlicher werden: Allergien und chronische Beschwerden sind eine häufige Folge. Ehe Sie daher einen nicht benutzten Raum ausbauen, vergewissern Sie sich durch das Hinzuziehen eines Fachmannes, dass sich keine schädlichen Schimmelsporen in den Wänden verstecken. So können Sie sichergehen, dass Ihr Baby in seinem neuen Zimmer gesund und munter aufwachsen kann und den bestmöglichen Start ins Leben hat.