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Die Dachbegrünung und ihr Aufbau

Die Dachbegrünung bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten
Die Dachbegrünung bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten

Optisch ein Hingucker und ökologisch ein Highlight: Erfahren Sie hier mehr über die verschiedenen Arten der Dachbegrünung – inklusive Infos zu Aufbau, Pflanzen und Kosten.

Besonders in Großstädten wird die Dachbegrünung immer beliebter, damit sich die Anwohner ein Stück Natur nach Hause holen können. Auch im privaten Bereich lässt sich ein begrüntes Flachdach relativ leicht bewerkstelligen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine extensive Dachbegrünung auf einem Gartenhaus, der Garage oder dem Carport handelt oder ob Sie sich für eine intensive Dachbegrünung mit einer nutzbaren Terrasse auf Ihrem Wohnhaus entscheiden. Es ist praktisch alles möglich. Aber das Gründach sieht nicht nur schön aus, sondern hat zudem auch eine positive ökologische Wirkung.

Intensive und extensive Dachbegrünung

Die extensive Dachbegrünung ist ein System welches zwischen 6 und circa 20 Zentimeter hoch ist und mit niedrigen Stauden bepflanzt wird. Dieses System kann zur Pflege und zur Kontrolle begangen werden.

Die intensive Dachbegrünung kann bis zu 40 Zentimeter hoch sein und auch Ziergräser, kleinere Bäume oder Sträucher beinhalten. Bevor die Entscheidung einer Flachdachbegrünung allerdings getroffen werden kann, muss die Tragfähigkeit erst einmal überprüft werden. Wenn Sie sich für eine extensive Begrünung entscheiden, müssen Sie mit einem zusätzlichen Gewicht zwischen 40 und 150 kg je Quadratmeter rechnen. Entscheiden Sie sich hingegen für eine intensive Begrünung des Daches, kann die Belastung auch schon einmal bis zu 500 kg betragen.

Dachbegrünung: Aufbau

Egal für welche Variante Sie sich entscheiden, wenn Sie zum Beispiel Ihr Garagendach begrünen möchten, die Begrünung besteht immer aus mehreren Schichten. Das Dach wird erst einmal mit einem Vlies bedeckt, auf dem eine wasserdichte Folie verlegt wird. Wahlweise kann dies auch durch eine Wurzelschutzfolie ergänzt werden. Anschließend erfolgt eine Speichermatte mit einer dazugehörigen Dränage-Schicht. Diese dient zur Speicherung des Wassers und auch dazu Regenwasser abzuleiten. Für eine optimale Belüftung und Entwässerung eignet sich das spezielle Dachbegrünungssubstrat. Dieses besteht üblicherweise aus Bims, Ziegelsplitt oder auch Lava mit einem Humusanteil zwischen 10 und 15 Prozent.

Diese Pflanzen eignen sich zur Dachbegrünung

Verschiedene Pflanzen eignen sich für die Dachbegrünung, allen voran der Mauerpfeffer

Mauerpfeffer eignet sich besonders gut für eine Dachbegrünung.

Haben Sie sich für die extensive Dachbegrünung entschieden, eignen sich besonders wasserspeichernde Pflanzen zum Aufbau. Hierunter fallen beispielsweise der Mauerpfeffer, der Steinbrech oder Hauswurz. Am einfachsten ist es, wenn die kurzen Triebstücke locker ausgestreut werden. Die Frage „Dachbegrünung wann pflanzen?“ ist einfach zu beantworten. Am besten geeignet sind die Monate Mai und Juni, wie auch der September und der Oktober.

Zu bedenken gilt aber auch, je höher der Aufbau ist, desto mehr Pflanzen gedeihen dann auch auf dem Dach. Es eignen sich auch Fingerkraut, Silberwurz, Schwingel, Lavendel oder Thymian und Salbei für die Begrünung sehr gut.

Die Dachbegrünung: Kosten

Bei der extensiven Begrünung müssen Sie mit Kosten zwischen 20 und 40 Euro je Quadratmeter rechnen. Dies ist allerdings der reine Materialwert. Die Pflanzen kommen noch einmal extra. Eine intensive Begrünung kostet in etwa das Doppelte. Allerdings gibt es von manchen Kommunen Zuschüsse, die bis zu 20 Euro pro Quadratmeter betragen können. Zusätzlich gibt es Förderprogramme für die Sanierung älterer Gebäude.

Warum Dachbegrünung?

Eine Dachbegrünung bringt einige Vorteile. Zum Beispiel wird die Dachabdichtung vor Hagel, Sturm und Regen zusätzlich geschützt, wodurch die Lebensdauer verlängert werden kann. Die Lebensdauer kann so verdoppelt werden. Zusätzlich werden hierdurch ökologische Ausgleichsflächen geschaffen. Es wird Feinstaub gefiltert und das Umgebungsklima kann sich durch die Wasserverdunstung verbessern. Bei der Intensivbegrünung wird zudem zusätzlicher Nutzraum geschaffen und das Gebäude wird optisch aufgewertet. Je nach Art der Begrünung können hierdurch ebenfalls zwischen 30 und 99 Prozent des Niederschlags für eine Wasserrückhaltung genutzt werden und die Spitzenabflüsse werden gemindert, wodurch die Kanalisation entlastet wird. Dadurch kann auch eine Gebührenminderung für Hausbesitzer und Mieter entstehen.