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Photovoltaikanlage – von der Planung zum Einbau

Eine Photovoltaikanlage ist für viele Hausbesitzer reizvoll
Eine Photovoltaikanlage ist für viele Hausbesitzer reizvoll

Mit einer Photovoltaikanlage gewinnen Sie ökologischen Strom aus dem Sonnenlicht und erhalten durch die Einspeisevergütung auch noch Geld vom Staat dafür. Wie sie den Einbau planen und was Sie bedenken müssen, erfahren Sie hier.

Erneuerbare Energien werden auf lange Sicht gesehen die fossilen Brennstoffe ablösen. Mit einer eigenen Photovoltaikanlage können Sie schon heute von den Vorteilen sauberen Ökostroms profitieren und dabei noch etwas verdienen. Wir erklären Ihnen, wie Sie die Solaranlage planen, wie viel Strom Sie selbst benötigen und was es mit der Einspeisevergütung auf sich hat.

Dach vor Installation der PV-Anlage prüfen

Eine Photovoltaikanlage eignet sich besonders für Dächer mit bestimmter Neigung

Eine Südausrichtung ist für die Installation der Photovoltaikanlage ideal

Überprüfen Sie, ob Ihr Dach geeignet ist, um nutzbare Energie aus Sonnenenergie zu gewinnen. Dafür sollte es im Tagesverlauf möglichst wenig durch andere Häuser oder Bäume verschattet sein. Eine Südausrichtung ist ideal. Liegt die Dachneigung zwischen 30 und 45 Grad, können die Solarmodule darauf gut angebracht werden.

Ist Ihr Dach schon älter, müssen Sie es unter Umständen im Vorfeld sanieren lassen. Das gilt in jedem Falle, wenn asbesthaltige Materialien beim Bau genutzt worden sind. Je größer das Dach ist, desto zahlreicher können die Photovoltaik-Module sein, die Sie anbringen lassen können. Ein großes Dach bedeutet also viel Strom.

Solaranlage kaufen – was gehört dazu?

Neben den Solarzellen besteht die Photovoltaikanlage aus einem Wechselrichter, der die Umwandlung in Wechselstrom vornimmt, aus dem Montagesystem und dem Solarkabel. Sie können Dünnschichtmodule oder kristalline Solarmodule verwenden, wobei Erstere die anderthalbfache bis doppelte Fläche der Letzteren benötigen. In Deutschland kommen wegen des guten Preis-Leitungs-Verhältnisses vor allem kristalline Solarmodule zum Einsatz.

Mit einem Solarstromspeicher stellen Sie sicher, dass die Stromversorgung auch in den Nächten und an verhangenen Tagen nicht abreißt. Diesen Speicher sollten Sie Ihrem Verbrauch anpassen: In einem zu großen Speicher wird zu viel Strom dauerhaft bewahrt und nicht ins Netz eingespeist, entsprechend bekommen Sie dafür keine Vergütung. Ein zu kleiner Speicher hingegen führt zu Engpässen und dazu, dass Sie Strom hinzukaufen müssen.

Wie viel Photovoltaik brauche ich für ein Einfamilienhaus?

Wie viel Strom aus der Photovoltaik Sie für den Eigengebrauch benötigen, hängt vom individuellen Verbrauch ab. Entsprechend sollten Sie vor der Planung Ihren Stromverbrauch der letzten Jahre genau anschauen. Man rechnet für eine grobe Richtlinie, dass eine vierköpfige Familie im Jahr ungefähr 4000 Kilowattstunden Strom verbraucht. In Deutschland häufig verwendete Module erbringen eine Leistung von umgerechnet etwa 800 Kilowattstunden (beziehungsweise ein Kilowatt Peak). Von ihnen bräuchten Sie also fünf, um die benötigte Menge an Strom herzustellen.

Photovoltaik-Preise hängen von verschiedenen Faktoren ab

Je nachdem, wie viele Solarzellen Sie kaufen möchten und für welche Art der Montage Sie sich entscheiden, fallen für Ihre Photovoltaikanlage die Kosten unterschiedlich hoch aus. Grob geschätzt aber schlägt die Anschaffung einer Solaranlage für ein Einfamilienhaus mit etwa 7000 Euro zu Buche. Hinzu kommen Kosten für den Stromspeicher, für eine Versicherung der Anlage und für Wartung, Pflege und Ersatzteile. Diese Kosten werden mit rund einem Prozent der Anschaffungskosten berechnet. Legen Sie dafür also etwa 70 Euro im Jahr zur Seite, reißen Ihnen diese Kosten, wenn sie auftreten, kein Loch in die Brieftasche.

Möchten Sie Teile des selbst erzeugten Stroms ins Netz einspeisen, müssen Sie auch einen Zähler kaufen, der die Mengen überwacht und aufzeichnet. Diese Kosten liegen bei etwa 500 Euro.

Was ist die Einspeisevergütung?

Stellen Sie Ihren Strom zur Verfügung, bekommen Sie dafür vom Staat die Einspeisevergütung. Diese sinkt sukzessive. Aktuell (Stand: April 2018) liegt die Einspeisevergütung bei einer Solaranlage auf einem Hausdach oder einer Lärmschutzwand, die nicht größer als 10 Kilowatt Peak ist, bei 12,2 Cent pro Kilowattstunde.

Photovoltaikanlage: Förderung möglich

Die beiden Programme 270 und 275 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ermöglichen den Antrag auf einen sehr zinsgünstigen Kredit für die Anschaffung und Montage einer Photovoltaikanlage. Außerdem gibt es in verschiedenen Bundesländern und teilweise auch in den einzelnen Kommunen verschiedene Arten von Förderung oder günstiger Kredite. Informieren Sie sich sorgfältig, dann können Sie den Einbau der Anlage für Ihren eigenen Ökostrom verhältnismäßig kostengünstig bestreiten.